Der vierte Fastensonntag

FESTGENAGELT

Nichts ist leichter,
als jemand festzunageln.

Man braucht nur seine Schwächen auszunutzen;
ihn solange zu reizen, bis er die Selbstbeherrschung verliert.
Man muss nur seine Ehre, seinen guten Namen,
seine Existenz untergraben.

Menschen,
festgenagelt in Vorurteilen, tief verwundet, entehrt,
verworfen von der Gesellschaft, Ausgestossene.
Da gibt es wohl kein Entrinnen mehr.

Lange, spitze Nägel
sind im Holz unsres Fastensymbols
eingeschlagen.

Sie zeugen
von - „tiefen" -
Verletzungen.

„ ... und sie nagelten ihn fest an Händen und Füßen."
Jesus, wird an das Kreuz genagelti

Herr!
Erbarme dich über uns
und über die ganze Welt.

Ein Meditationstext für den 4. Fastensonntag

Kommentare