Die erste Maiandacht

Jedes Jahr am 1. Mai gestalten die Stockerauer Fußwallfahrerinnen und -wallfahrer die 1. Maiandacht. Wie es sich für Fußwallfahrer gehört in der freien Natur und zwar direkt an unserer schönen Donau  um 14 Uhr. Dort wurde anlässlich der 25. Stockerauer Fußwallfahrt 2002 nach Mariazell ein großen Kreuz errichtet, das von Stockerauer Familien jedes Jahr mit einem "Blumengarten" geschmückt wird. 

Am Montag, dem 1. Mai gibt es wieder mehrere Möglichkeiten, dabei zu sein. Wer gut zu Fuß ist, trifft sich um 12 Uhr bei der Stockerauer Pfarrkirche und marschiert dann ca. 1 1/2 Stunden durch den Auwald zur Donau. Wer ein Fahrrad hat, kann durch die Au bis zum Kraftwerk und dann auf der linken Seite am Treppelweg zum Wallfahrerkreuz fahren (vom Kraftwerk etwa 20 Minuten je nach Rücken- oder Gegenwind). Mit dem Auto ist es nicht ganz so einfach, denn die Straße neben der Donau, die beim Kreisverkehr auf der Straße nach Tulln abzweigt, hat einen Schranken. 

Die Fußgeherinnen und Fußgeher marschieren dann nach der Maiandacht wieder zurück nach Stockerau und  wahrscheinlich fahren auch die Radfahrer und Radfahrerinnen wieder nach Hause. Nicht vergessen: In der Pfarre gibt es anschließend den Pfarrheurigen, der für müde Wandersleute und Bike-Freundinnen Speis und Trank bietet. Einfach gut Trinken und Essen und damit bei der Rückzahlung der Schulden des Pfarrzentrums helfen.

In der Corona-Zeit war es nicht möglich, diese Maiandacht abzuhalten, daher wurde die Maiandacht im Jahr 2020 virtuell in Youtube abgehalten. Hier ist der link zum Video. Weiter unten kann man es direkt ansehen.

Die Maiandachten kamen als Frömmigkeitsform des Barock in Italien auf und verbreiteten sich im 19. Jahrhundert. Sie entwickelten sich parallel zu den Marienwallfahrten. Am 1. Mai 1841 feierten drei Ordensfrauen der Schwestern vom Guten Hirten im Konvent Haidhausen bei München die erste Maiandacht in deutscher Sprache. Eine Maiandacht ist ein Wortgottesdienst zu Ehren Mariens.