Sie brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar


 

Heute am Dreikönigstag, dem 6. Jänner 2026 kamen die Heiligen Drei Könige auch in die Familienmesse in unserer Pfarrkirche um 10 Uhr. Ihnen zu Ehren hatte der Familienmessenchor mit kleinem Orchester auch viel Musik einstudiert, natürlich auch das Dreikönigslied Es ist für uns eine Zeit angekommen, da leuchtet uns ein heller Stern.

Auch am Sonntag, den 4. Jänner, gestaltet der Familienmessenchor musikalisch den Sonntagsgottesdienst um 10 Uhr. Es ist schon länger her, aber der Chronist erinnert sich noch an das Evangelium nach Johannes Am Anfang war das Wort. Und Helga Zimm, die Gottesdienstgestalterin, fragte die Kinder zu Beginn wieviel verschiedene Worte unsere deutsche Sprache habe - alle waren erstaunt, dass es fast 500.000 verschiedene Worte gibt. Ein umfangreicher Anfang.

Am Dreikönigstag feierte mit uns das Dreigespann Pfarrer mit seinen zwei Diakonen die Festtagsmesse, Pfarrer Andreas Kaiser, der gleich zu Beginn erklärte, dass er schon Kaiser wäre und daher der Beruf des Königs ein Abstieg wäre 😀, predigte über das Thema des heutigen Evangeliums. 
Man kann ja darüber philosophieren, ob Maria mehr Freude mit Babynahrung, Windeln und Babyöl gehabt hätte, als mit Gold, Weihrauch und Myrrhe, aber die Könige waren halt weise Philosophen und Männer und keine praktischen Königinnen.


Unsere Hl. Könige hatten heute neben ihrem König-Sein auch andere Aufgaben: z.B. Verantwortlicher für das Weihrauchfass und Träger wunderschöner Kerzen beim Evangelium, das unser Diakon Johann Wolf vortrug. 

Zum Ende des Gottesdienst wünschten uns unsere Könige alles Gute im Neuen Jahr und dann ging es zum Erwärmen zum Pfarrkaffe, den heute die Katholische Frauenbewegung kfb, die größte Frauenvereinigung Österreichs, gestaltete. Danke dafür!

Wenn sie heuer keinen Besuch der Heiligen Männer bekommen haben, was sehr wahrscheinlich ist - denn der Königinnen und Könige waren nicht allzu viele -, dann gibt es auch andere Möglichkeiten die Projekte der Dreikönigsaktion (z.B. für das Land Tansanien) zu unterstützen und über die Webseite www.dka.at online zu spenden. So können Sie ihre Spende auch von der Steuer absetzten und andere SteuerzahlerInnen spenden mit - ohne davon zu wissen.😀 


Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 2,1-12.

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.


Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden solle.

Sie antworteten ihm: in Betlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben bei dem Propheten:

Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.


Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach dem Kind; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige! Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.

Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

Und das sehr philosophische Evangelium vom Sonntag, dem 4.1.2026. Dazu passt vielleicht ein Blick auf den Kolomanaltar, der am Dreikönigtag wunderbar beleuchtet war...


Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 1,1-18.

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne es wurde nichts, was geworden ist.

In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst.

Ein Mensch trat auf, von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. 


Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.

Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.

Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Johannes legt Zeugnis für ihn ab und ruft: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war. Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.

Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.

Fotos: E.Trabauer, W.Flandorfer