Die Werke Gottes sollen an ihm offenbar werden.

Heute, am 4. Sonntag der Fastenzeit, dem 15. März 2026, gibt es ein sehr langes, sehr umfangreiches Evangelium. Die Kinder im Familien-Wortgottesdienst hatten es besser als die Erwachsenen zur selben Zeit in der Kirche, denn sie hörten eine etwas kürzere Fassung. Dafür durften Sie spielerisch ein Gefühl dafür bekommen, was es heißt, blind zu sein. Denn sie konnten mit geschlossenen Augen ihren Tastsinn, ihren Hörsinn und ihren Geschmacks- und Geruchsinn mit verschiedenen Gegenständen erkunden.

Erika Trabauer und Anita Vogl, die diesen Wortgottesdienst gestalteten, vermittelten den Kindern und ihren Begleiterinnen und Begleitern auch, dass der Mann im Evangelium, das sie weiter hinten lesen können,  nicht nur sen Augenlicht bekommen hat, sondern auch einen festen Glauben an Jesus.


Zum langen Text des Evangeliums gab es auch auf der großen Leinwand Bilder von Jesus, dem blinden Mann und den mißtrauischen Pharisäern.

Die heute gut besetzte Familienmusik mit kleinem Orchester hatte heute mit nur 3 Liedern nicht allzu viel zu tun. Dann ging es hinüber in die heute sehr gut besuchte 10 Uhr - Messe, die unser Pfarrer assistiert von Diakon Manuel leitete. Beide waren in sehr rosafarbene Gewänder gehüllt, denn wir feierten heute den Fasten-Entspannungstag Laetare, Freuet euch auf gut deutsch. Hier im Langtext:

Freut euch mit Jerusalem! Jubelt in der Stadt, alle, die ihr sie liebt. Seid fröhlich mit ihr, alle, die ihr über sie traurig wart. Saugt euch satt an ihrer tröstenden Brust, trinkt und labt euch an ihrem mütterlichen Reichtum!“– aus dem Buch Jesaia des Alten Testamentes (Jes 66,10–11)


Am Ende des Gottesdienstes lud unser Pfarrer Andreas Kaiser zum Familienfasttag-Suppenessen ein, das das große und fleißige Team der großen Katholischen Frauenbewegung (klein geschrieben kfb) im Pfarrsaal mit unzähligen, schmack- und nahrhaften Suppen organisiert hatte. Der Autor dieser Zeilen war mit dem Verschlingen der herrlichen Suppen so beschäftigt, dass er das Fotografieren im Pfarrzentrum vergaß. Vielleicht gibt es aber noch einen Nachtrag...

Und besonders ist noch die große Hilfe durch eine tüchtige, weibliche Firmgruppe zu erwähnen, die die Getränkebestellungen aufnahmen, die Getränke brachten und das Geschirr abräumten.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 9,1-41.

In jener Zeit sah Jesus unterwegs einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. Da fragten ihn seine Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst oder seine Eltern, sodass er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern die Werke Gottes sollen an ihm offenbar werden.

Wir müssen, solange es Tag ist, die Werke dessen vollbringen, der mich gesandt hat; es kommt die Nacht, in der niemand mehr wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.


Jesus spuckte auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach! Das heißt übersetzt: der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen. Die Nachbarn und jene, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? Einige sagten: Er ist es. Andere sagten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es.

Da fragten sie ihn: Wie sind deine Augen geöffnet worden? Er antwortete: Der Mann, der Jesus heißt, machte einen Teig, bestrich damit meine Augen und sagte zu mir: Geh zum Schiloach und wasch dich! Ich ging hin, wusch mich und konnte sehen. Sie fragten ihn: Wo ist er? Er sagte: Ich weiß es nicht.

Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern. Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte.


Die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei. Er antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen und ich wusch mich und jetzt sehe ic
den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen. Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet. Der Mann sagte: Er ist ein Prophet.

Die Juden aber wollten nicht glauben, dass er blind gewesen und sehend geworden war. Daher riefen sie die Eltern des von der Blindheit Geheilten und fragten sie: Ist das euer Sohn, von dem ihr sagt, dass er blind geboren wurde? Wie kommt es, dass er jetzt sieht? Seine Eltern antworteten: Wir wissen, dass er unser Sohn ist und dass er blind geboren wurde. Wie es kommt, dass er jetzt sieht, das wissen wir nicht. Und wer seine Augen geöffnet hat, das wissen wir auch nicht. Fragt doch ihn selbst, er ist alt genug und kann selbst für sich sprechen! Das sagten seine Eltern, weil sie sich vor den Juden fürchteten; denn die Juden hatten schon beschlossen, jeden, der ihn als den Christus bekenne, aus der Synagoge auszustoßen. Deswegen sagten seine Eltern: Er ist alt genug, fragt ihn selbst!

Da riefen die Pharisäer den Mann, der blind gewesen war, zum zweiten Mal und sagten zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist. Er antwortete: Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Nur das eine weiß ich, dass ich blind war und jetzt sehe.

Der Stockerauer
Fastenweg

Sie fragten ihn: Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er deine Augen geöffnet? Er antwortete ihnen: Ich habe es euch bereits gesagt, aber ihr habt nicht gehört. Warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt etwa auch ihr seine Jünger werden? Da beschimpften sie ihn: Du bist ein Jünger dieses Menschen; wir aber sind Jünger des Mose. Wir wissen, dass zu Mose Gott gesprochen hat; aber von dem da wissen wir nicht, woher er kommt.

Der Mensch antwortete ihnen: Darin liegt ja das Erstaunliche, dass ihr nicht wisst, woher er kommt; dabei hat er doch meine Augen geöffnet. Wir wissen, dass Gott Sünder nicht erhört; wer aber Gott fürchtet und seinen Willen tut, den erhört er. Noch nie hat man gehört, dass jemand die Augen eines Blindgeborenen geöffnet hat. Wenn dieser nicht von Gott wäre, dann hätte er gewiss nichts ausrichten können.

Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus.

Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn? Da antwortete jener und sagte: Wer ist das, Herr, damit ich an ihn glaube? Jesus sagte zu ihm: Du hast ihn bereits gesehen; er, der mit dir redet, ist es. Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.

Da sprach Jesus: Um zu richten, bin ich in diese Welt gekommen: damit die nicht Sehenden sehen und die Sehenden blind werden. Einige Pharisäer, die bei ihm waren, hörten dies. Und sie fragten ihn: Sind etwa auch wir blind? Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr blind wärt, hättet ihr keine Sünde. Jetzt aber sagt ihr: Wir sehen. Darum bleibt eure Sünde.