Brannte Manuel nicht das Herz...

Heute, am 28. Juni 2026 war für Stockerau und unseren
Kaplan Manuel Rennhofer ein wichtiger Tag. Wir feierten um 10 Uhr die Sonntagsmesse als "Nachprimiz", im Weinviertel sagt man dazu gerne "Priminz". Priester und Diakone des Pfarrverbandes Am Jakobsweg-Weinviertel waren zusammengekommen, um Manuel's "zweite" Primizmesse mit ihm zu feiern - und unserere Stockerauer Kirche war voll und bei diesen fast 40 Grad Celsius draußen fast kühl. 


Stockerau hatte auch einiges aufzubieten: Das Ensemble Amtmann mit dem Organisten Peter Tiefengraber erfreute uns unter der Leitung von Florian Amtmann und erhob die Kirchengemeinde mit einer gewaltigen, perfekten Aufführung der Orgelsolomesse KV259 von Wolfgang Amadeus Mozart. Brannte uns nicht das Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete - das ist nicht nur das Motto unseres Neupriesters Manuel, es passte auch zu diesem großen Ereignis. Unser Pfarrer Andreas Kaiser hielt seine wöchentliche Primizpredigt (er hatte schon vor einer Woche bei der Primiz in der Heimat Manuels, in Lichtenegg in der Buckligen Welt gepredigt). Er betonte auch, dass man früher eine Schuhsohle verbraucht hätte, um zu einem Primizsegen zu kommen.


Anschließend bedankte sich Manuel für die schöne Zeit in den letzten zwei Jahren im Pfarrverband und spendete den Primizsegen und fast alle Kirchenbesucherinnen und -besucher stellten sich dafür an, bevor sie ins Pfarrzentrum pilgerten, um noch ein wenig zu feiern. 

Wir freuen uns besonders, dass Manuel als Kaplan noch einige Zeit mit unserem neuen, jungen Pfarrer  Christoph Sperrer in Stockerau und im Pfarrverband bleiben wird - erfreulich, in dieser "alternden" Kirche ab September so junge Pfarrverbands-Team-Mitglieder (35 und 25 Jahre alt) zu haben, ein großes Zeichen der Erneuerung und Hoffnung. Nicht nur das Klima ändert sich...

Hier geht es zu einigen Bildern mehr von der Nachprimiz, die uns Gerda Braunsteiner, Matthias Unseld und Franz Bauer zur Verfügung gestellt haben.


Noch jünger ging es nur ein paar Schritte weiter im Pfarrgarten zu. Unsere ganz jungen Pfarrmitglieder hielten mit Erika Trabauer und Anita Vogl Gottesdienst im Pfarrgarten. Dazu bekamen wir einen netten Bericht von Erika - und die treuen BesucherInnen ein Eis von Anita. Hier der Text von Erika:

Im schattigen Pfarrhofgarten gab es heute ausnahmsweise einen Familienwortgottesdienst, weil in der Kirche die Primizmesse unseres Neupriesters Manuel gefeiert wurde. Zum Evangelium passend war der heutige Schwerpunkt die Kernaussage "Jesus ist die Quelle für ein erfülltes Leben", das nicht immer einfach  ist. Wir  beschäftigten  uns mit dem Quellwasser. Wir kosteten und bespritzten uns, was bei den Temperaturen sehr angenehm war. Die Bibelgeschichte machte uns Mut, Jesus nachzufolgen. Für dir treuen GottesdienstbesucherInnen gab es zum Abschluss ein selbstgemachtes Eis von Anita.


Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 10,37-42.

Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert.

Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.

Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten.

Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.

Apropos Internet: Auch dort findet Manuel einige Beachtung...

Zum Beispiel in dieser Befragung in Facebook. oder bei der Suche nach Beiträgen in Google:

Fotos: Nina Högler, Gerda Braunsteiner. Franz Bauer