Wer Ohren hat, der höre!

 

So steht es im heutigen Sonntagsevangelium vom 12. Juli 2026. Wohl eher zufällig konnte man an diesem Wochenende in der Vorabendmesse und im Wortgottesdienst um 10 Uhr am Sonntag etwas besonderes "hören". 

Samstags sang und spielte eine Gruppe, organisiert von Annemarie Winand, Nostalgisches, nämlich Lieder aus dem so genannten  Roten Liederbuch, das für die damals Rhytmische Messen genannten Gottesdienste der 70er- und 80er Jahre in der Pfarre Stockerau erstellt wurde. Ab und zu, etwa alle 1-2 Monate sind solche Nostalgie-Gottesdienste in der Pfarre Stockerau geplant. Und das findet sein auch die die Jahre gekommenes Publikum, wie man in der gut gefüllten Kirche am Samstag abends sehen konnte.


Am Sonntag war dann um 10 Uhr der wöchentlich stattfindende Familiengottesdienst, der seit jeher auch von der Musik, in diesem Falle meist neueren Ursprunges, des Familienmessenchores mit kleinem Orchester lebt. Hier wieder erfreut einen die eher junge Gruppe von Kindern und Eltern, die an diesem Sonntag von Sigi und Geri Braunsteiner an das Sämannsevangelium herangeführt wurden - auch mit Ernteprodukten, wie heute mit Weintrauben, die bis zum Schluss des Gottesdienstes immer wieder Beute einiger kleiner Leute geworden sind.


So prägt die Musik aller Genres und Herkunfstzeiten unserer Gottesdienste. Es kann nie genug Musik in der Pfarre geben. Danke allen, die das bewirken und organisieren. Um 8:30 und 19 Uhr hatten auch die Orgel-Liebhaber ihre musikalisch aus dem Gotteslob gestalteten Gottesdienste. In der Vielfalt liegt der Reiz!

Über das Evangelium muss man heute nicht noch mehr schreiben, es ist lesens- und bedenkenswert und lang genug und steht gleich hier unter diesem Text zum Nachlesen.



Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 13,1-23.

An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich. Und alle Menschen standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen in Gleichnissen. Er sagte: 


Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen. 
Als er säte, fiel ein Teil auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen es. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; ls aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.

Wer Ohren hat, der höre!

In jener Zeit traten die Jünger zu Jesus und sagten: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen? Er antwortete ihnen: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen; ihnen aber ist es nicht gegeben. Denn wer hat, dem wird gegeben und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie sehen und doch nicht sehen und hören und doch nicht hören und nicht verstehen. An ihnen erfüllt sich das Prophetenwort Jesajas: Hören sollt ihr, hören und doch nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen und doch nicht einsehen. Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden. Mit ihren Ohren hören sie schwer und ihre Augen verschließen sie, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören und mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen und sich bekehren und ich sie heile. Eure Augen aber sind selig, weil sie sehen, und eure Ohren, weil sie hören.


Denn, amen, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hört, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet. Zu jedem Menschen, der das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde; bei diesem ist der Samen auf den Weg gefallen. Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt; er hat aber keine Wurzeln, sondern ist unbeständig; sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird, kommt er sofort zu Fall. In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört, und die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum ersticken es und es bleibt ohne Frucht. Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt Frucht – hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.