Installation von Pfarrer Christoph Sperrer
Und sehr viele Menschen, natürlich auch die Priester, Diakone, Minis und Pfarrgemeinderäte aus allen Pfarren, waren zu dieser samstäglichen Abendmesse aus den 5 Pfarren des Pfarrverbandes Am Jakobsweg Weinviertel gekommen, Altarraum und alle Bänke waren dicht gedrängt besetzt.
Für die Musik sorgten Orgel, Trompete, Violine und das Altmann-Ensemble. Unsere Frau Bürgermeiste begrüßte unseren Bischof beim Kirchentor. Herulia und der Kameradschaftsbund waren mit ihren Standarten und Säbeln vertreten, auch Abordnungen von Feuerwehr und Rotem Kreuz konnte man in der Kirche erspähen. Im Lauf der Messe wurde das Ernennungszertifikat als Pfarrprovisor verlesen und in seiner Festpredigt betonte unser Bischof, dass Pfarrer Christoph seinen Weg gehen werde und wir nicht erwarten dürfen, dass er genauso wäre und handle wie seine Vorgänger.
Richtschnur wären die Aussagen des Evangeliums, das heute vom Gutsbesitzer und seinen Taglöhnern handelte, die der Gutsbesitzer - gleich ob sie gleich in der Früh oder erst später angeworben worden waren - , mit einem Denar (Google meint, dass man das heute als etwa 100€ bewerten könnte) für den kurzen oder langen Tag bezahlte.
Nach der Predigt des Bischofs kam auch noch der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates von Haselbach, der kleinsten Pfarre unseres Pfarrverbandes, und unser neuer Pfarrer selbst zu Wort.
Dann lud der Pfarrverband zur Agape (vom altgriechischen Wort ἀγάπη für Liebe abgeleitet), wegen der Bibelfigurenausstellung diesmal nicht im Pfarrsaal sondern in der ohndies näheren Kirchenturnhalle, wo Getränke und köstliche Aufstriche und Unmengen von selbstgemachten Kuchen auf die dicht gedrängte Menge wartete.
Hier finden Sie die vielen Fotos von Messe und Feier im Web des Pfarrverbandes.
Foto: Tom Grundschober
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 20,1-16a.
In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen hinausging, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg.
Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus und sah andere auf dem Markt stehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder hinaus und machte es ebenso.
Als er um die elfte Stunde noch einmal hinausging, traf er wieder einige, die dort standen. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig? Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!
Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den Letzten, bis hin zu den Ersten! Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. Als dann die Ersten kamen, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten einen Denar.
Als sie ihn erhielten, murrten sie über den Gutsherrn und sagten: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet und du hast sie uns gleichgestellt. Wir aber haben die Last des Tages und die Hitze ertragen. Da erwiderte er einem von ihnen: Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir.
Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin? So werden die Letzten Erste sein.