Siehe mein Hochzeitsmahl ist fertig!
Über 60 Gottesdienstbesucherinnen und - besucher waren gekommen, darunter über 20 (ungemein brave) Kinder. Sigi, Betina und Geri hatten den heutigen Gottesdienst vorbereitet, Andreas stand am Projektor und Erika leitete den Familiengottesdienstchor mit kleinem, aber flottem Orchester mit Klavier, Gitarre, Schlagzeug und Aerophone. Schwungvolle Lieder waren heute angesagt.
Das Thema (siehe Text weiter unten) war ja für einen Familiengottesdienst mit vielen Kindern etwas sperrig. Zwei Kinder trugen eine Geschichte in Fortsetzung zum Evangelium vor, viele Ideen für die Kinder waren aus einem wohlvorbereiteten und von den Gästen her aber etwas problematischen Hochzeitsfest genommen worden.
Es gibt einfachere Frohbotschaften für Kindergottesdienste...
Lesen Sie hier das Evangelium einmal in voller Länge aus der Einheitsübersetzung und einmal in der kindergerechteren Kurzfassung aus der Bibel in einfacher Sprache.
Anschließend an den Wortgottesdienst gab es wie fast immer eine Kommunionfeier. Es waren dann doch kurzweilige 50 Minuten.
Übrigens: Oft schon erwähnt - ein Klick auf eines der Bilder macht alle Bilder bildschirmgroß.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 22,1-14.
In jener Zeit erzählte Jesus den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis:
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete. Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Siehe, mein Mahl ist fertig, meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit!
Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, wieder andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um.
Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren nicht würdig. Geht also an die Kreuzungen der Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein!
Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen.
Als der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Menschen, der kein Hochzeitsgewand anhatte. Er sagte zu ihm: Freund, wie bist du hier ohne Hochzeitsgewand hereingekommen? Der aber blieb stumm. Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
Denn viele sind gerufen, wenige aber auserwählt.
Das Evangelium in einfacher Sprache in Kurzform
Jesus erzählte den mächtigen Männern eine Geschichte. Damit wollte Jesus erklären, wie Gott wirklich ist. Die Geschichte ging so:
Es war einmal ein König. Der König hatte einen Sohn. Der Sohn wollte heiraten. Der König bereitete die Hochzeit für den Sohn vor. Der König hatte viele Gäste eingeladen. Endlich war die Hochzeit. Alles war vorbereitet. Das Essen war fertig. Der Tisch war feierlich gedeckt. Das Hochzeitspaar war auch da. Nur die Gäste fehlten noch.
Kein einziger kam zur Hochzeitsfeier.
Der König schickte die Diener los. Die Diener sollten die Gäste holen. Aber die Gäste hatten keine Lust. Die Gäste wollten nicht kommen. Ganz im Gegenteil. Einige Gäste verhauten die Diener. Einige Gäste brachten sogar die Diener vom König um.
Der König wurde wütend. Der König tobte. Der König schickte Soldaten. Die Soldaten machten die Häuser von den Gästen kaputt.
Der König sagte zu den Dienern: Die Gäste sollen nicht mehr zu unserer Hochzeit kommen. Jetzt sollen andere Gäste kommen. Zum Beispiel Obdachlose von der Straße. Oder arme Leute. Oder Leute, die keine Freunde haben. Guckt, wo Leute sind. Ladet die Leute ein.
Die Diener gingen überall herum. Und luden die anderen Leute ein. Die Leute freuten sich. Der Festsaal wurde voll. Alle Gäste setzten sich an den Tisch.



